Kooperation statt Konkurrenz

NAWI Graz bedeutet gemeinsame Lehre, Forschung und Doktoratsprogramme im Bereich der Naturwissenschaften am Wissenschaftsstandort Steiermark. Die Uni Graz und die TU Graz haben mit dem Vorzeigeprojekt NAWI Graz einen Meilenstein in ihrer Geschichte gesetzt: Zum ersten Mal gingen zwei österreichische Universitäten eine umfassende strategische Kooperation in Forschung und Lehre ein. Auf Basis der traditionell bewährten Partnerschaft haben TU Graz und Uni Graz ab 2004 ihr Netzwerk in der naturwissenschaftlichen Lehre und Forschung weiter verdichtet und NAWI Graz begründet
Vom Wissenschaftsministerium als Best-Practice-Modell interuniversitärer Initiativen in Österreich bezeichnet, honorierte die Hochschulpolitik diese zukunftsweisende Kooperation seit dem Jahr 2005 mit mehr als 17 Millionen Euro. Im Zuge der Standort-Stärkung haben NAWI Graz-ForscherInnen bislang Drittmittel in der Höhe von insgesamt mehr als 16 Millionen Euro eingeworben.
Geschäftsordnung der NAWI Graz DekanInnen
Richtlinien NAWI Graz Mittel der LV 2010-12
Erfolgsbilanz von NAWI Graz
1. NAWI Graz hat zu einer inhaltlichen Erweiterung und qualitativen Verbesserung der Studierendenausbildung in den Kooperationsbereichen geführt. Das interuniversitäre Studienangebot ist dadurch äußerst attraktiv für die Studierenden.
2. Doppelangebote in der Lehre wurden im Bereich der gemeinsamen NAWI Graz Studien vollständig bereinigt: Lehrveranstaltungen werden am Standort nur einmal (entweder an einem Standort gemeinsam oder jährlich alternierend) angeboten.
3. Das Laborplatzangebot konnte fast verdoppelt werden. Damit war es überhaupt möglich, Lehrveranstaltungen im benötigten Ausmaß für die stark gestiegene Anzahl der Studierenden anbieten zu können.
4. Die Drittmitteleinnahmen der an NAWI Graz beteiligten Fächer konnten seit Implementierung der Kooperation deutlich gesteigert werden. Interuniversitäre Verbundprojekte (besonders FWF DK, SFB und NFN) könnten ohne die Kooperation nicht durchgeführt werden.
5. Die Forschungskooperation hat zu einer höheren Durchlässigkeit zwischen erkenntnisorientierter und anwendungsorientierter Forschung geführt.
6. Durch das Modell der Infrastrukturförderung konnten dringend benötigte Großgeräte angeschafft werden, die über das Globalbudget nicht finanziert werden hätten können.
7. Das Vorhandensein entsprechender Infrastruktur, die als Inkind-Leistung in Forschungsprojektanträge eingebracht werden kann, wirkt sich positiv auf die Genehmigung der Anträge aus.
8. Neben der Kooperation auf Ebene der Universitäten ist auch eine zunehmende Verflechtung auf Ebene der Arbeitsgruppen erkennbar. NAWI Graz hat darüber hinaus eine Vorbildwirkung für andere Fächer.
9. Die Kooperation hat zu einer bedeutenden Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandortes Graz geführt: NAWI Graz ist derzeit nicht nur österreichweit, sondern auch im deutschsprachigen Raum die erfolgreichste interuniversitäre Kooperation in Forschung, Lehre und Infrastruktur.