Graz Advanced School of Science
Die Ausbildung von exzellenten NachwuchsforscherInnen und hochqualifizierten Führungskräften für Wissenschaft und Wirtschaft erfolgt in der „NAWI Graz Advanced School of Science“ (GASS).
Ziel ist die Etablierung eines Grazer „Centers of Excellence“, das Forschung und Lehre ideal und optimal verbindet. Innovationen im Schnittfeld zwischen erkenntnisorientierter und anwendungs-orientierter Forschung können so maßgeblich gefördert werden.
Die DoktorandInnen sind in interuniversitäre Doktoratsschulen eingebunden und profitieren von der Betreuung durch Lehrende und Forschende beider Universitäten. Weiters unterstützt ein so genanntes Dissertationskomitee die „ForscherInnen der Zukunft“.
Einen weiteren bedeutenden Teil der GASS stellen die interuniversitären Doktoratskollegs (DK) und Spezialforschungsbereiche (SFB) im Umfeld von NAWI Graz dar. Folgende Verbundprojekte wurden seit 2007 von NAWI Graz gefördert:
- Das DK „Molekulare Enzymologie“, das TU Graz und Uni Graz im Rahmen ihrer Kooperation NAWI Graz Anfang 2005 eingerichtet haben, gilt als eine der österreichischen Talenteschmieden für junge ForscherInnen. Im Jahr 2008 wurde das Doktoratskolleg um drei weitere Jahre verlängert. Mehr...
- DK „fForte – Wissenschafterinnenkolleg FreChe Materie“ (Frauen erobern Chemische Materialien) ist eine Initiative für hochbegabte Studentinnen, die mittels eines begleitenden Mentoringsystems eine Karriere in bisher für Frauen nur wenig erschlossenen materialwissenschaftlichen Bereichen ermöglichen soll. Mehr...
- Im DK „Numerical Simulations in Technical Sciences” arbeiten die DoktorandInnen an der Weiterentwicklung vielseitiger Modellierungs- und Simulationsmethoden. Das breite Spektrum reicht von der Simulation von Motoren oder Mikrochips bis hin zur Simulation der Einwirkung von Erdbeben auf Gebäude. Mehr...
- Das Ziel des DK "Discrete Mathematics" ist es 21 internationalen Doktoranden vier Jahre lang die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen auf dem Gebiet der Mathematik an den vorhandenen Kompetenzen der steirischen Unis – TU Graz, Karl-Franzens Universität und Montanuni Leoben – zu vertiefen. Dabei wird exzellente mathematische Ausbildung mit exzellenter mathematischer Forschung verbunden. „Diskrete Mathematik“ umfasst ein breites Spektrum der Mathematik: von der kombinatorischen, additiven und algorithmischen Zahlentheorie über die Graphentheorie bis hin zur Kryptographie und diskreten Geometrie. Anders formuliert: Sie ist jenes Mittel, das die Anwendungen in vielen Lebensbereichen des Menschen bestimmt. Mehr...
- DK "Optimierung und Numerik für partielle Differentialgleichungen mit nichtglatten Strukturen": Viele Anwendungsprobleme der Physik, der Chemie, der Biologie und der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften führen auf mathematische Modelle mit partiellen Differentialgleichungen (PDEs). Solche Probleme sind häufig durch verschiedene Arten von Nichtglattheiten (Singularitäten, Interfaces, Ungleichungsbeschränkungen, usw.) gekennzeichnet. Die effiziente Lösung solch praktischer Probleme erfordert die mathematische Behandlung der auftretenden Modelle mit PDEs. Sowohl an den Hochschulen als auch in der Industrie besteht eine signifikante Nachfrage nach NachwuchswissenschaftlerInnen mit einschlägigen Erfahrungen auf diesem Gebiet der Mathematik.
Im internationalen Graduiertenkolleg "Optimierung und Numerik für partielle Differentialgleichungen mit nichtglatten Strukturen" werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ausgebildet. Mehr... - SFB „Mathematical Optimization and Applications in Biomedical Sciences“: Das zentrale Thema des SFB ist die mathematische Optimierung bei partiellen Differentialgleichungen und Variationsungleichungen sowie deren numerische Behandlung. Die Verbindung der Expertise aus Optimierung und biomedizinischer Technik macht dieses Forschungsprojekt einzigartig. Mehr...
- SFB „Lipotoxicity: Lipid-induced Cell Dysfunction and Cell Death“: Der SFB Lipotoxicity führt interdisziplinäre Forschungsgruppen zusammen. Forschungsgegenstand ist Lipotoxizität. Darunter versteht man die fehlgesteuerte Aufnahme bzw. Produktion von Fettsäuren und Lipiden, die zur Bildung (lipo)toxischer Substanzen führen, die Dysfunktion von Zellen und Geweben bewirken und im Zelltod enden können. Mehr...
Die in dem Bereich GASS durch FWF, BM:WF und NAWI Graz zur Verfügung gestellte Fördersumme beträgt knapp 17 Millionen Euro pro Jahr. Hiermit wurden neben den genannten Großprojekten von 2007-2009 insgesamt fast 70 universitätsübergreifende Einzelprojekte gefördert.
>> Das GASS-Konzept als Download
>> Richtlinie zur Konstituierung von Doktoratsschulen (TU Graz)
>> Richtlinie zur Gestaltung von Doktoratsschulen (TU Graz)
>> Gründungserklärungen von Doktoratsschulen (KFU Graz)
>> DocSchool-Statistik Wintersemester 2009 und 2010
NAWI Graz Statuten der DocSchools: