Geowissenschaften
Der Studienplan für das Bachelor-Studium „Erdwissenschaften“ startete ebenso wie das aufbauende Masterstudium mit gleichem Namen mit Wintersemester 2006. Möglich sind Vertiefungen in Strukturgeologie/Petrologie, Geobiologie und Paläökologie, Hydrogeologie und -chemie sowie in Engineering Geology, das den Fokus auf die Geotechnik legt. Studierenden steht in ihrem Master-Studium durch die universitätenübergreifende Kooperation, die mit dem Universitätszentrum Angewandte Geowissenschaften Steiermark (UZAG) auch die Montanuniversität Leoben umfasst, ein breites Spektrum an erdwissenschaftlichen Disziplinen offen.
Im WS 2007 wurde das Studienangebot von NAWI Graz um das Masterstudium Geo Spatial Technologies und im WS 2011 um das Masterstudium Space Sciences and Earth from Space erweitert.
Erdwissenschaften
4,5 Milliarden Jahre – kaum eine andere Wissenschaft kann ihr Forschungsinteresse auf einen so langen Zeitraum verteilen. Doch in den Erdwissenschaften rechnet man in anderen Maßstäben. Kein Wunder, denn die Geologie hat den Bau der Erde und die Entwicklung unseres Planeten und des Lebens darauf zum Thema. Und da sind tausend oder zehntausend Jahre eine vergleichsweise geringe Größe. Die Erdwissenschaften liefern wichtige Grundlagen für das Verständnis unseres Planeten. Um Grundlagen geht es auch im Bachelorstudium Erdwissenschaften: Die Bandbreite der dabei vermittelten Kenntnisse ist überaus groß und reicht von allgemeinen naturwissenschaftlichen und fachspezifischen Grundlagen über Paläontologie und Mineralogie bis zu Petrologie und Hydrogeologie. Letztere beschäftigt sich mit dem Wasser in der Erdkruste und ist ein neuer Schwerpunkt, der österreichweit einzigartig ist.
Geospatial Technologies
Geo(s) – die Erde. Spatium – der Raum. Beide stehen im Zentrum des neuen Masterstudiums Geo-Spatial-Technologies. Dabei geht es darum, die Welt zu beschreiben und zu analysieren, wobei in dieser Disziplin die Methoden der Geographie und der Geodäsie (Vermessung) in den Bereichen Geographischer Informationsverarbeitung und Fernerkundung (bildhafte Darstellung über Satelliten) miteinander verbunden werden. Daraus gehen zahlreiche praktische Anwendungen hervor, die uns im täglichen Leben mit geographischen und geodätischen Informationen versorgen. Oder anders formuliert: Wir wissen damit nicht nur, wo sich etwas befindet, sondern auch, was sich dort befindet. Bestes Beispiel: Google Earth oder auch die modernen Navigationssysteme für den Straßenverkehr. Mit Geospatial Technologies lässt sich
aber noch viel mehr erforschen: Veränderungen der Umwelt können damit ebenso beobachtet werden wie die räumliche Entwicklung von Städten und Ballungsräumen. Daraus lassen sich Prognosen für die Zukunft ableiten, die wiederum die Basis für künftige Maßnahmen zum Wohl der Umwelt und der Menschen sein werden.
Space Sciences and Earth from Space
Die Technische und die Karl-Franzens-Uni in Graz bieten seit Herbst 2011 im Rahmen ihrer naturwissenschaftlichen Kooperation (NAWI Graz) ein neues Studium zum Thema Weltall an.
Das viersemestrige Studium gliedert sich in drei Bereiche: Das Modul "Solarsystem Physik" vermittelt Einblicke in die physikalischen Phänomene der Sonne, der Planeten und der Wechselwirkung mit dem Sonnenwind. Der Bereich "Satellitensysteme" befasst sich mit der zunehmenden Bedeutung der künstlichen Erdtrabanten, deren Anwendungen vom Katastrophenschutz über Krisenmanagement bis zur Telemedizin reichen. Das dritte Modul "Earth System from Space" verschafft das nötige Know-how für einen scharfen und detaillierten Blick aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre und das Klimasystem.
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Studieninformationsfolder Erdwissenschaften
Studieninformationsfolder MA Geospatial Technologies
Studieninformationsfolder MA Space Sciences and Earth from Space