Masterstudium Nanophysik

Die Nanotechnologie wird allgemein als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts angesehen, mit hohem Potenzial für Innovationen beispielsweise in den Bereichen der Informations- und Kommunikations-technologien, der Medizin, der neuartigen und Ressourcen schonenden Werkstoffe oder multifunktionaler Bauelemente. Die Nanophysik bildet dabei die Grundlage für die Nanowissenschaften als Schlüsseldisziplin zwischen den Naturwissenschaften und den Ingenieurwissenschaften.
Die Nanowissenschaften und die Nanophysik befassen sich mit Materialien, deren Abmessungen zumindest in einer Dimension im Bereich der Nanometerskala (< 100 nm) liegt. Die mit der Nanoskaligkeit verbundenen attraktiven Phänomene und stark veränderten Materialeigenschaften bilden die Grundlage für neuartige Technologien (z.B. Subwellenlängen-Optik), neuartige Materialien (z.B. hochfeste und duktile Werkstoffe) und neuartige Bauelemente (z.B. für Optoelektronik und Sensorik). Ein grundlegendes physikalisches Verständnis und die theoretische Modellierung stehen dabei ebenso im Fokus wie auch die Entwicklung geeigneter Methoden zur kontrollierten Herstellung von Nanostrukturen über top-down oder bottom-up Ansätze.

Das interuniversitäre Masterstudium Nanophysik

  • verbindet die fachlich-theoretischen Konzepte eines vollwertigen Physik-Masterstudiums mit einer vertieften Ausbildung im Zukunftsfeld der Nanowissenschaften;
  • orientiert sich am Bedarf des Arbeitsmarktes, da in zunehmendem Maße wesentliche Innovationen in den Ingenieurwissenschaften auf Nanotechnologien beruhen;
  • nützt die Expertise aller Physik-Institute am Hochschulstandort Graz mit dem Ziel, ein möglichst breites Profil in den physikalischen Grundlagen der Nanowissenschaften zu vermitteln.

Studienaufbau

Das viersemestrige Masterstudium Nanophysik besteht aus:

  • Zwei übergreifenden Pflichtmodulen zu den experimentellen und theoretischen Grundlagen der Nanophysik.
  • Vertiefungen in mindestens zwei der folgenden Wahlfachmodule:
    • Atom- und Nanooptik
    • Nanoanalytik
    • Nanoelektronik
    • Nanomaterialien
    • Oberflächen-Nanotechnologie
    • Theorie und Modellierung 
  • Freie Wahlfächer aus transdisziplinären Gebieten

Die Module enthalten neben Vorlesungen und Übungen auch Laborübungen und Seminare.
Das Studium schließt mit einer wissenschaftlichen Masterarbeit ab.

Voraussetzung für die Zulassung ist ein Abschluss eines facheinschlägigen Bachelorstudiums wie beispielsweise Physik oder Technische Physik.

Berufliche Möglichkeiten

Mit diesem Masterstudienprogramm werden Studierende auf ihre spätere Tätigkeit als Physikerinnen und Physiker in den Nanowissenschaften und der  Nanotechnologie vorbereitet. Die Absolventinnen und Absolventen werden befähigt, eine weite Bandbreite von komplexen Aufgaben in Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen zu erfüllen. Damit eröffnet sich eine Vielzahl von interessanten Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen.

  • Tätigkeitsfelder liegen z.B. in den Bereichen Elektrotechnik, physikalische Prozess- und chemische Verfahrenstechnik, pharmazeutische Technik oder Informationstechnik.
  • Die im Studium vermittelten methodischen und fachlichen Kenntnisse ermöglichen es, wissenschaftliche Fragestellungen aus Industrie, Verwaltung und Wirtschaft rasch in Angriff zu nehmen, und bilden auch die Grundlage für ein anschließendes Doktoratsstudium.

Curriculum

Das Curriculum des gemeinsamen Masterstdiums wurde wortgleich in den Mitteilungsblättern beider Universitäten verlautbart.

Mit Klick auf das jeweilige Uni-Logo wird das entsprechende Mitteilungsblatt geöffnet:

Curriculum Nanophysik Logo TUGLogo KFU

Download

Studienrichtungsfolder Nanophysik