Geowissenschaften

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4,5 Milliarden Jahre – kaum eine andere Wissenschaft kann ihr Forschungsinteresse auf einen so langen Zeitraum verteilen. Doch in den Geowissenschaften rechnet man in anderen Maßstäben. Kein Wunder, denn die Geologie hat den Bau der Erde und die Entwicklung unseres Planeten und des Lebens darauf zum Thema. Und da sind tausend oder zehntausend Jahre eine vergleichsweise geringe Größe.

Die Geowissenschaften liefern wichtige Grundlagen für das Verständnis unseres Planeten. Um Grundlagengeht es auch im Bachelorstudium Geowissenschaften: Die Bandbreite der dabei vermittelten Kenntnisse ist überaus groß und reicht von allgemeinen naturwissenschaftlichen und fachspezifischen Grundlagen über Paläontologie und Mineralogie bis zu Petrologie, Hydrogeologie und Hydrochemie. Letztere beschäftigt sich mit dem Wasser in der Erdkruste und ist ein neuer Schwerpunkt, der österreichweit einzigartig ist.

Ein besonderes Highlight am Standort Graz ist das 2011 errichtete NAWI Graz Central Lab for Water, Minerals and Rocks (WMR), das sich zum Ziel setzt in einem multidisziplinären Ansatz universitäre Ausbildung, Grundlagenforschung und angewandte Forschung auf höchstem Niveau in den Geowissenschaften am Standort Graz zu bündeln und hierbei mit den Disziplinen der Chemie und den Ingenieurwissenschaften zu kooperieren.

 

Das Studium

 

Das  NAWI Graz-Bachelorstudium Geowissenschaften ist Ergebnis der Weiterentwicklung des seit 2006 angebotenen NAWI Graz-Bachelorstudiums Geowissenschaften und löst dieses ab Wintersemester 2017 ab. Der Schritt zu diesem neuen Studienangebot steht in engem Zusammenhang mit der 2015 erfolgten Gründung des NAWI Graz Geozentrums, das vier Institute aus Bereichen der Erdwissenschaften und Geotechnik der Universität Graz und TU Graz zusammenführt.
Die Inhalte des Bachelorstudiums orientieren sich an den Fachdisziplinen des NAWI Graz Geozentrums. Diese sind Mineralogie und Hydrogeochemie, Ingenieurgeologie, Bodenmechanik und Grundbau, Felsmechanik und Tunnelbau, Hydrogeologie, Petrologie und Geochemie, Geologie sowie Paläontologie und Stratigraphie. Somit steht der neue Name Geowissenschaften auch für eine inhaltliche Erweiterung des Bachelorstudiums. Im Rahmen des Bachelorstudiums werden folgende Kompetenzen vermittelt:

  •   fundierte Kenntnisse und Verständnis für Methoden der Geologie, Petrologie, Paläontologie,   Mineralogie, Geochemie und Geophysik
  •   Kenntnisse in den Bereichen Mathematik, Chemie, Physik, Zoologie und Botanik
  •   Verknüpfung grundlegender und angewandter erdwissenschaftlicher und geotechnischer Themen
  •   computerunterstützte Bearbeitung relevanter Fragestellungen
  •   Benutzung wichtiger Datenbanken und der Fachliteratur
  •   naturwissenschaftliche Denkweisen und deren Anwendung
  •   die Fähigkeit, erworbenes Wissen universell und interdisziplinär anzuwenden
  •   Teamfähigkeit sowie mündliche und schriftliche Kommunikationskompetenz

 

Was man mitbringen sollte …

Ein allgemeines Interesse für Naturwissenschaften ist für das Studium der Geowissenschaften ebenso unerlässlich wie genaues Arbeiten. Und noch etwas sollten zukünftige Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler mitbringen: Freude an der Arbeit in der Natur, denn viele Übungen finden im Gelände statt. Wer darüber hinaus Spaß am experimentellen und analytischen Arbeiten hat und sich im Umgang mit Computern gut zurechtfindet, der bringt bereits die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Studienverlauf mit.

 

… und was geboten wird

Das NAWI Graz-Studium Geowissenschaften bietet eine ganze Menge an Vorteilen:

  • kein Massenstudium
  • keine Wartezeiten
  • persönliche Betreuung
  • keine Zugangsbeschränkungen
  • frühzeitige Einbindung in aktuelle Forschungsgebiete
  • gute Aussichten am Arbeitsmarkt

Ein weiteres wichtiges Element ist die so genannte forschungsgeleitete Lehre. Das bedeutet, dass Sie als Geowissenschaftlerin und Geowissenschaftler schon früh im Studium in die aktuelle Forschung eingebunden sind. Das sichert eine moderne und zeitgemäße Ausbildung und beste Qualifikationen für einen internationalen Arbeitsmarkt.

 

„BSc“ – und dann?

Am Ende des sechssemestrigen Studiums steht der akademische Grad „Bachelor of Science“(BSc). Der Abschluss des Bachelorstudiums ermöglicht interessante Kombinationen mit anderen Studienrichtungen. Und da der akademische Grad international anerkannt wird, kann das Studium auch problemlos in einem anderen Land fortgesetzt werden. Das Bachelorstudium Geowissenschaften bildet die Grundlage für ein darauf aufbauendes viersemestriges Masterstudium, das mit dem akademischen Grad „Master of Science“ (MSc) abschließt.

 

Master study programme Geosciences (English programme)

 Die Arbeit als Geowissenschaftlerin und Geowissenschaftler

Ein abgeschlossenes Masterstudium im Bereich Geowissenschaften öffnet die Tür zu einer Vielzahl an interessanten Tätigkeiten in unterschiedlichen Branchen. Das Spektrum reicht dabei von Forschung und Analyse über Management und Qualitätskontrolle bis hin zu Aus- und Fortbildung. Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler arbeiten z. B. im Bereich Engineering Geology (Straßenbau, Tunnelbau, Kraftwerksbau), Hydrogeologie und Hydrogeochemie (Grundwasserversorgung, Tiefbrunnen, Mineralwässer, Wasserressourcenmanagement, Umweltschutz), Umweltgeologie (Altlastensanierung), in der Rohstoff-Forschung (mineralische Rohstoffe, Erdöl, Erdgas), in der Werkstoffindustrie (Feuerfestprodukte, Keramik, Beton) oder in der wissenschaftlichen Forschung.

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Studienverantwortliche:

Prof. Dietmar Klammer
Studiendekan an der TU Graz

Prof. Steffen Birk
CuKo-Vorsitzender an der Universität Graz

Links zu den Curricula

Diese sind gleichlautend in den Mitteilungsblättern beider Universitäten verlautbart:

BSc Geowissenschaften
MSc Geosciences [English Programme]

 

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